auch als klassische Semmelknödel umsetzbar!

Es gibt nichts besseres als richtig deftiges Essen, wenn es draußen so richtig kalt ist. Und mit kalt mein ich wirklich eisig kalt – Hier in Wien haben wir zur Zeit den kältesten Winter, den ich je erlebt habe. Mit bis zu -20 Grad. Da muntert mich dann auch nicht der leckerste Couscous-Salat auf – Nein!

Da müssen Knödel her!

Seitdem ich Knödel selber mache (weil vegan, ohne Ei, glaubt ja eh keiner das es geht), schmecken sie mir noch besser, als sie mir eh immer schon geschmeckt haben. Ich mag es nichts so, wenn sie im Wasserbad teilweise labbrig werden. Sie müssen schon schön bissfest sein, aber fluffig. Auch der Geschmack muss stimmen, bisschen würzig und das Semmerl muss man noch schmecken können. Es gibt nichts schlimmeres als Knödel, die schon so fahl schmecken wie ein ewig alter Semmelrest aus einer modrigen Lade.
Hier bei diesem Rezept, mache ich Laugenknödel, also Knödel aus Laugenweckerl vom Vortag, die nicht mehr ganz so frisch und flaumig schmecken würden.
Wer es einfacher haben will kann auch die fertigen Semmelstücke aus dem Supermarkt kaufen und die klassischen Semmelknödel machen. Von den Mengenangaben her ändert sich nichts.

Zu einem Knödel gehören Sauerkraut oder würzige Linsen. Ich hab mich diesmal für Linsen entschieden und die einfach mit Garam Masala (indisches Gewürz) gepimpt.
Wer es nicht so exotisch mag und mit klassischen Linsen auf Nummer sicher gehen will, lässt das indische Gewürz einfach weg.

ZUTATEN FÜR DIE LAUGENKNÖDEL

  • 250g schon angetrocknete Laugen-Stücke (6-8 Laugenweckerl am Vortag in cm-große Stücke schneiden) oder für Faule: fertige Semmelstücke aus dem Supermarkt
  • 3 EL Leinsamenschrot/gemahlen
  • 9 EL lauwarmes Wasser
  • 300ml Soja- oder Mandelmilch
  • 6 EL Mehl
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • Öl
  • 1 TL Maisstärke, Maizena
  • Salz & Pfeffer
  • Muskat

ZUTATEN FÜR DIE LINSEN

  • 1 große Dose Linsen
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Mehl
  • 250ml Mandelmilch
  • 1 TL Gemüsesuppenwürzung
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 TL Garam Masala

LOS GEHT`S!!

LAUGENKNÖDEL VORBEREITEN

Leinsamenschrot mit dem lauwarmen Wasser in einem Glas quellen lassen.
Zwiebel sehr klein schneiden und mit einem Schuss Öl schön braun anbraten.
Petersilie sehr klein hacken.
In einer Schüssel Semmelstücke, Petersilie, gerösteter Zwiebel, Mehl, Prise Muskat, Salz und Pfeffer vermischen.
Leinsamenschrot-Pampe mit Milch mischen und dann über die Semmelstücke in der Schüssel verteilen.
Alles zusammen gut vermengen. Die Stücke müssen sich schön ansaugen und weich werden.
Am besten dazu die ganze Schüssel für eine Stunde stehen lassen und hin und wieder umrühren.
Sollte es am Ende noch zu trocken sein, mit ein wenig Milch nachhelfen. Ist es zu feucht, dann einen weiteren Löffel Mehl hinzu.
Nach der einen Stunde Rasten werden dann die Knödel daraus geformt und auf einem Teller bereit gestellt.
Wenn die Masse sehr klebrig ist, zwischendurch die Hände mit Wasser befeuchten, dann geht das Knödelformen besser!

MEHLSCHWITZE FÜR LINSEN

Butter und Mehl in einer Pfanne auf niedriger Stufe schmelzen und braten lassen. Ständiges Rühren, dass es nicht am Boden anbrennt, aber trotzdem eine gute hellbraune Farbe bekommt. Wenn es soweit ist, mit Milch ablöschen. Weiterhin rühren, rühren, rühren. Die Klumpen lösen sich mit der Zeit auf.
Wenn du das Gefühl hast es ist zu dickflüssig, dann noch einen Schuss Milch hinein. Wenn es noch zu flüssig ist, dann noch ein bisschen länger eindicken lassen.
In die Mehlschwitze kommen die abgesiebten Linsen aus der Dose, sowie einen Teelöffel Gemüsesuppenwürzung, die Lorbeerblätter und Garam Masala.
Danach abschmecken ist ganz wichtig. Manche haben es gern intensiver, dann würzt es noch mit Garam Masala nach.
Petersilie klein Hacken und drüberstreuen.
Herdplatte auf niedrigste Stufe stellen, quasi nur warmhalten, bis die Knödel fertig sind.

LAUGENKNÖDEL „KOCHEN“

Einen großen Topf mit Wasser zum kochen bringen.
Wichtig ist hier, ein kleiner Teelöffel Maizena ins Wasser dazu zu geben, bevor die Knödel hinein kommen.
Hitze runterschalten und die Knödel vorsichtig ins Wasser legen. Sie sollten wirklich nur im Wasser sieden, nicht wild kochen!
Nach 12 Minuten herausnehmen, kurz abschrecken und dann kannst du sie schon mit den Linsen zusammen servieren.

TIPP: ich mach immer gern die doppelte Menge an Knödelteig, weil sich die geformten Knödel prima einfrieren lassen und man sie dann nur mehr tiefgefroren ins heisse Wasserbad legen muss.