Wir haben an die 20 Orchideen bei uns zu Hause am Fensterbrett stehen. Sie blühen mehrmals im Jahr wunderschön.
Einige haben wir von Freunden übernommen, bevor sie ganz zugrunde gegangen sind.
Ein paar sind vom Ikea. Da haben wir es uns fast schon zur Herausforderung gemacht, die schon fast scheintoten Orchideen aus der Fundgrube wieder zu beleben! 🙂 Mit Erfolg.

Häufig bekomme ich Fragen zur richtigen Pflege oder ob ich ein Geheimrezept für die Blütenpracht habe. Es macht mir den Eindruck als wären Orchideen für viele von euch ein undurchschaubares Mysterium. So ist es aber nicht!

Es ist wirklich kein Hexenwerk!

Natürlich haben auch wir schon die ein oder andere Orchidee am Gewissen. Es bleibt auch nicht jede Pflanze von einer Blattlaus Epidemie verschont und das Verwelken der Blüten ist von Zeit zu Zeit ganz normal, solange sie in ihrem Zyklus wieder neue Knospen bilden.
Ganz ohne Problemchen gehts bei uns auch nicht. Aber ich verrate euch gerne wie wir das ganze handhaben und gebe euch ein paar unserer Tipps.

Erde

Orchideen wollen keine klasssische Blumenerde. Unsere Orchideen sitzen in spezieller Orchideen „Erde“ die es in jedem Gartencenter zu kaufen gibt – eine Art Rindenmulch. Sehr locker und saugfähig.

Standort

Orchideen lieben es hell, aber keine direkte Sonneneinstrahlung.
Sowie einen Platz ohne Zugluft.
Wir haben zum Glück genau ein Fensterbrett zu Hause, auf dem es immer hell ist und die Sonne nicht mehr ganz direkt hinkommt.
Beim Durchlüften lassen wir dieses Fenster eben zu um Zugluft zu vermeiden.
Wenn der perfekte Platz dann einmal gefunden ist und sich die Orchidee sichtbar wohlfühlt, empfielt es sich sie dann auch dort stehen zu lassen. Häufigen Platzwechsel mögen Orchideen nicht.

„Gießen“

Das Gießen ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Punkt. Vorallem das Gießen, wie man es sonst bei Blümchen mit normaler Erde kennt ist hier das flasche Wort. In Wasser tümpeln trifft es eher.

Wir lassen unsere Orchideen 1x die Woche in einem lauwarmen Wasserbad für 30 Minuten ziehen.

  1. Die Orchideentöpfe mit lauwarmen Wasser befüllen.
  2. Die Wurzeln mit dem Substrat darin für 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Danach das Wasser wieder vollständig ausleeren, abtropfen lassen.
  4. fertig.

Orchideen wollen keine nassen Füße. Deshalb eignet sich diese Art von „Gießen“ am besten.
Es gibt aus diesem Grund auch eigene Orchideen-Innentöpfe, welche am Boden einen höheren Rand haben, sodass sie nie im Wasser stehen müssen.

Düngen

Einmal im Monat geben wir zum wöchentlichen warmen Wasserbad einen geeigneten Flüssigdünger für Orchideen hinzu. Sie danken es mit vielen neuen Knospen & Blüten.

sonstige Pflege

Die kleinen Ästchen können mit vielen Knospen und Blüten recht schwer werden. Hängen dann sehr tief hinunter und im schlimmsten Fall brechen sie ab. Die Blütenäste stabilisiere ich an einem kleinen Stäbchen und binde sie mit einer kleinen Spange oder Clip fest.
Verwelkte Blüten sind kein Grund zur Panik. Die zupfe ich ab. Es kommen bestimmt wieder neue. Wenn der Blütenast selbst dann auch schon braun und morsch wird und sich darauf definitiv keine Knospen mehr bilden, zwicke ich diesen auch weg.